
Sexuelle Störungen sind häufig. Nach einer amerikanischen Studie* aus dem Jahr 1999 litten insgesamt
ca. 43% der befragten Frauen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren an einer Sexualstörung.
Es litten ca.:
(* Quelle: National Health and Social Life Survey USA, 1999)
Libidoverlust ist in der westlichen Welt weit verbreitet und kann verschiedene Ursachen haben.
Sexuelle Störungen treten oft als Begleiterscheinung oder Folge anderer Krankheiten auf. Das ist diagnostisch von großer Bedeutung, weil auch die Grunderkrankung erkannt und behandelt werden muss. So kann zum Beispiel Diabetes zu Sensibilitätsstörungen im Genitalbereich führen.
Die wichtigsten Krankheiten:
Operationen können zu sexuellen Störungen führen, weil der Eingriff auch zu einem Funktionsverlust des Nerven- oder Drüsengewebes führen kann.
Nach folgenden Operationen können Störungen auftreten:
Die Nebenwirkungen von Medikamenten können zu sexuellen Störungen führen. Das ist differentialdiagnostisch sehr wichtig, weil in diesem Fall das Medikament die Störung verursacht und das Problem nicht primär bei der Patientin liegt.
Die wichtigsten Medikamente:
Der Verdacht auf eine medikamenten-induzierte Sexualstörung besteht immer dann, wenn das Problem im zeitlichen Zusammenhang mit der Medikation oder nach einer Dosiserhöhung aufgetreten ist.
Konsultieren Sie bei Verdacht auf eine der hier beschriebenen Ursachen stets einen Facharzt Ihres Vertrauens. Ratgeber, in welcher Form auch immer, können Ihnen lediglich als erste Informationsquelle dienen. Die für Ihr Problem geeignete Therapieform legen Sie bitte gemeinsam mit Ihrem Arzt fest! Bestehen Sie aber darauf, dass Sie ergänzend zu jeder medikamentösen Therapie auch sexualtherapeutisch von einem entsprechenden Spezialisten parallel behandelt werden.